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Spendenaktion für Familie Engelbrecht in Sachsen

René und Heike Engelbrecht unterstützen und begleiten ihre schulpflichtigen Kinder, die sich dazu entschieden haben, nicht mehr in die Schule zu gehen und stattdessen frei und selbstbestimmt zu lernen.
Die Kinder von Familie Engelbrecht fühlten sich in der Schule zunehmend unwohler, litten unter Mobbing, waren unglücklich und wurden sogar krank. In der Zeit des Freilernens sind die Kinder wieder gesundet und lernen selbstinitiiert und mit großer Freude.

Familiengerichtliche Verfahren
Familie Engelbrecht hatte im Juni 2013 das Aufenthaltsbestimmungsrecht aberkannt bekommen und durfte nicht mehr über die schulischen Angelegenheiten bestimmen. Die beiden schulpflichtigen Kinder hatten eine Amtspflegerin bekommen, die dafür sorgen sollte, dass die Kinder wieder in die Schule gehen.

Familie Engelbrecht hatte am 5.8.2013 ihre Verhandlung vor dem Oberlandesgericht. In dem Beschluss wurde die vorherige Entscheidung des Familiengerichtes teilweise wieder zurückgenommen. Die Eltern haben das Aufenthaltsbestimmungsrecht zurückbekommen, aber das Recht über die schulischen Angelegenheiten zu entscheiden, lag immer noch beim Jugendamt.
Der 9jährige Sohn hat im Sommer 2013 bei Beginn des Schuljahres nach drei Tagen Schule, diese wieder verweigert. Die 13jährige Tochter ist für mehrere Wochen in die Schule gegangen bis sie krank wurde, seitdem weigert auch sie sich, weiterhin in die Schule zu gehen.

Der Rechtsanwalt der Familie hat eine Anhörungsrüge gegen die Entscheidung des OLGs eingelegt, da durch den Eingriff in das Sorgerecht, es den Eltern nicht mehr möglich ist, den Antrag auf Ausnahme von der Schulpflicht zu verfolgen. Dieses Verfahren war für den 27.1.2014 vor dem OLG festgesetzt. In diesem Verfahren wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Dieses Gutachten wurde im Juni 2014 fertiggestellt und hat dazu beigetragen, dass den Eltern am 08.12.2014 die volle elterliche Sorge zurückgegeben wurde.

Bußgeldverfahren
Beim ersten Bußgeld wurde Rechtsbeschwerde eingelegt, welche abgelehnt wurde. In diesem Verfahren wurde das Bußgeld auf 80 Euro herabgesetzt.
Die erste Bußgeld-Spendenaktion, initiiert vom BVNL – www.bvnl.de, <http://www.bvnl.de/> wurde erfolgreich beendet. Viele Menschen haben sich mit 1€ solidarisch erklärt. Das Bußgeld und die Gerichtskosten in Höhe von 234€ wurde so von vielen gemeinsam getragen.
Im Bußgeldverfahren am 12.11.2013 gegen Heike Engelbrecht wurde vom Richter das Bußgeld von 150€ bestätigt und im Februar 2014 rechtkräftig. Die zweite Bußgeldaktion zu diesem Bußgeld, auch wieder initiiert vom BVNL wurde auch erfolgreich beendet.

Weitere Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. Ein Teil davon wurde wegen Vorliegen eines Verfolgungshindernisses eingestellt. Ein anderer Teil lag, nachdem Einspruch eingelegt wurde, noch bei der Staatsanwaltschaft.

Am 23.02.2015 wurde ein Bußgeld über 250 Euro wegen Schulversäumnissen der Tochter von 2013 verhandelt. Es gab dort einen Freispruch, da die tatbestandlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Es wurde bestätigt, dass man für das Nichtsorgetragen des gewünschten Schulbesuchs nicht bestraft werden kann, wenn man zum Tatzeitraum zur Regelung schulischer Angelegenheiten nicht sorgeberechtigt ist.

Das zweite Bußgeld, welches für den Sohn letztes Jahr ausgestellt worden war, wurde mit der gleichen Begründung eingestellt, welche schon in der Verhandlung vom 23.02.2015 ausgesprochen wurde. Zur Zeit hat die Familie keine weiteren Androhungen.

Die zweite Tochter von René und Heike Engelbrecht ist im Sommer schulpflichtig geworden. Sie war voller Freude und Erwartung des Schulanfangs, hat aber nach wenigen tagen im Schulalltag, die Wahl getroffen, in der Bildung lieber ihren eigenen Weg zu gehen. Die Eltern sind in Gesprächen mit Schule, Hort (die Tochter will gerne den Hort besuchen) und der Bildungsagentur. Von der Schule wurde jetzt der Verstoß gegen das sächsische Schulgesetz weitergeleitet.

Für die älteren Geschwister liegen noch vom letzten Schuljahr jeweils die Widersprüche zu den erklärten Buß- bzw. Verwarngeldern bei der Staatsanwaltschaft. Die Oberschule der 14-jährigen Tochter hat für dieses Schuljahr eine Ordnungswidrigkeit gegen die Tochter selbst mitgeteilt.

Die Spendenaktion für Familie Engelbrecht läuft seit Mitte Mai 2013 und hat bisher schon viel Erfolg gezeigt. Die bisherigen Rechtsanwaltskosten konnten auch durch die Unterstützung durch eine Großspende mit den für die Familie eingegangenen Spenden komplett übernommen werden, sind aber mittlerweile aufgebraucht.
Wir sammeln weiterhin für Familie Engelbrecht, so dass wir sie bei den bisherigen Anwaltskosten zu unterstützen.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf unser Konto mit dem Stichwort „Spendenaktion Familie Engelbrecht“:
Freilerner-Solidargemeinschaft e.V.
Ethikbank eG
Eisenach
Kontnr. 3217051
Bankleitzahl 83094495
BIC: GENO DE F1 ETK
IBAN: DE30830944950003217051

Wir danken allen Spendern, dass sie es durch ihre Spende möglich gemacht hat, Familien Engelbrecht in ihrer langen Auseinandersetzung zu unterstützen.