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Jara ging die ersten 1,5 Jahre in die Schule. Zunächst ist die Familie aufs Land gezogen, wo Jara und ihre ältere Schwester begannen, sich selbstbestimmt zu bilden, was Jara nun seit 10 Jahren macht. Danach lebten sie für zwei Jahre in Schweden, wo „Hemundervisnings“ zu dem zeitpunkt noch legal war. Nach ihrer Rückkehr hatte die Familie sechs Jahre lang Ruhe aber vor zwei Jahren fiel den Behörden auf, dass Jara nicht in die Schule geht. Mittlerweile haben sowohl Jara selbst als auch ihre Mutter Jessica jeweils zweimal ein Bußgeld bekommen und ihre Verhandlungen durchgestanden. Das erste Bußgeld 2014 für Jara wurde im letzten Jahr eingestellt. Die drei weiteren Bußgelder wurden von den Richtern bestätigt.

Einen guten Teil der Kosten hat die Rechtsschutzversicherung übernommen. Es bleibt dennoch ein Teil, den die Familie im Moment nicht selbst tragen kann. Um die Familie bei diesen Kosten zu unterstützen, sammeln wir für sie.

Gerade bei dieser Familie ist deutlich zu sehen, dass sie schon alleine durch ihre vier Verhandlungen etwas bewirkt haben. Jessica Rempf berichtet, dass die Verhandlungen 2014 sehr anstrengend waren und eigentlich in möglichst kurzer Zeit abgehandelt werden sollten. Bei den Verhandlungen dieses Jahr wurde schon viel mehr Zeit eingeräumt. Jessica und Jara hatten jeweils genügend Zeit für ihre Begründungen und wurden deutlich anders behandelt – menschlicher und respektvoller.

Eine Entscheidung im letzten Verfahren steht noch aus, da der Anwalt der Familie Widerspruch eingelegt hat. Für das vorherige Bußgeldverfahren konnten wir die Kosten, die nicht von der Rechtsschutzversicherung übernommen wurden, in Höhe von 431,79 € aufbringen. Für das laufende Verfahren werden wohl nochmals Kosten in dieser Höhe auf die Familie zukommen.

Familie Rempf war mehrfach in den Medien:

Elbe Jeetzel Online 28.10.2015

NDR Hallo Niedersachsen 28.10.2015

Deutschlandradio Kultur 20.5.2015