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Aktion für Familie F. aus Hessen

L. (15 Jahre) fühlte sich schon in der Grundschule (Förderklasse der Sprachheilschule) nicht wohl in der Klassenzimmerumgebung – zu laut, zu viel, zu verwirrende Umgebung – und sie entwickelte psychosomatische Beschwerden. L. wurde von der Hausärztin längere Zeit krankgeschrieben, woraufhin das Jugendamt eingeschaltet wurde. Um die Ursachen für die Schulverweigerung von L. herauszufinden, wurden verschiedene Kinder- und Jugendpsychiater konsultiert. Eine Ärztin diagnostizierte daraufhin Asperger-Autismus. Außerdem gab es in dieser Zeit auch eine Verhandlung um das Sorgerecht, welches aber bei der Mutter belassen wurde, da keine Kindeswohlgefährdung vorlag.
Nach einem Lehrerwechsel kam L. in der Grundschule besser zurecht und schloss diese ohne größere Fehlzeiten ab, gänzlich wohl fühlte sich L. aber auch in dieser Zeit nicht.

Nach der Grundschulzeit wurde L. in die Förderstufe der Regelschule eingeschult und bekam für das erste halbe Jahr eine Integrationskraft. Nach diesem halben Jahr wurde es für L. wieder schwieriger.
Der Mutter wurde durch Familienhelfer nahegelegt, dass ein Internat für L. das Beste wäre. Eine Beschulung durch die „Flex-Fernschule“, die die Mutter beantragte, wurde mit der Begründung abgelehnt, L. bräuchte wegen ihrer diagnostizierten Sozialphobie dringend Sozialkontakte.
L. besuchte 5 Monate lang eine kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik. Dort wurde „hochfunktionaler Autismus“ diagnostiziert. Aber auch danach war die Beschulung weiterhin schwierig, auch ein Schulwechsel in die Körperbehinderten-Klasse einer Förderschule brachte keine Änderung.

L. weigert sich seit Februar 2014, weiterhin in die Schule zu gehen. Sie fühlt sich teilweise unterfordert, teilweise überfordert und der Schulstoff war in der Regel zu langweilig. Sie konnte mit den Mitschülern nichts anfangen, es gab keine gemeinsamen Interessen. Seit sie nicht mehr in die Schule geht, bildet sie sich selbstständig und hat vor mit einer Fernschule, einen Abschluss zu machen.
Sie ist bis Ende des Jahres krankgeschrieben, aber das Schulamt akzeptierte die Krankschreibung nicht. Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet.

Mittlerweile ist ein Bußgeld für einen Zeitraum zwischen September bis Oktober 2014 gestellt worden. Ebesno ist ein Antrag auf außerschulische Bildung gestellt worden, für das auch eine von der Familie in Auftrag gegebene psychologische Stellungnahme eingereicht wurde.

Wir sammeln sowohl für Anwaltskosten als auch für die Kosten für diese Stellungnahme.

Bitte überweisen Sie die Spenden auf unser Konto mit dem Stichwort „Aktion Familie F.“:
Freilerner-Solidargemeinschaft e.V.
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Eisenach
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