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Spendenaktion für Familie H. aus dem Saarland

Die 9jährige Tochter von Familie H. ist etwa ein halbes Jahr lang zur Schule gegangen. Sie zeigte auf eine Vielzahl von Stoffen innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes zunehmend schwerste allergische Reaktionen mit Auswirkungen von extremer Müdigkeit, über starkes Abnehmen bis hin zu anaphylaktischen Schocks und war schließlich ab Anfang 2012 nicht mehr in der Lage, weiter die Schule zu besuchen. Mit keinerlei Medikamenten konnte eine Besserung erzielt werden. Im letzten Jahr wurde ein familiengerichtliches Verfahren eingeleitet und die Tochter A. bekam einen Verfahrenspfleger, der sich sehr für die Beschulung zu Hause mit Unterstützung der Clonlara Schule einsetzte.

Familie H. hatte neben den permanenten hohen Ausgaben für die gesundheitliche Versorgung ihrer Tochter große Ausgaben für Gutachten und Rechtsanwaltskosten, die sie bisher alle selbst getragen hat und ist im letzten Jahr mit 300€ von uns unterstützt worden, um noch die letzten Anwaltskosten zu begleichen.

Das Familiengericht hat im September 2013 entschieden, dass hier ein Ausnahmefall und keine Kindeswohlgefährdung vorliegt und sich für den von der Familie gewählten Weg ausgesprochen.

Danach hatte Familie H. erstmal Ruhe aber im Frühjahr 2014 wurden die Schulbehörden wieder aktiv. Das Schulamt hat ein Gutachten vom Gesundheitsamt erstellen lassen, welches die Schulfähigkeit der Tochter bestätigt. Der Amtsarzt hat dieses Gutachten aufgrund der Aktenlage erstellt, ohne dass er das Kind je zu Gesicht bekommen hat und alle dem Gericht vorliegenden Gutachten der Fachärzte ignoriert.
Dieses Gutachten wird nun trotz des Beschlusses des Familiengerichtes dazu benutzt, die Tochter in die Schule zu zwingen.

Vor und nach den Osterferien 2014 wurde der Familie damit angedroht, dass die Tochter durch die Polizei der Schule zugeführt wird, obwohl ihr gesundheitlicher Zustand damit stark gefährdet wäre. Bisher ist dies nicht eingetroffen, aber der örtliche Schulleiter hat Anzeige beim Ordnungsamt erstattet.
Nicht nur sieht sich Familie H. wieder einer Bedrohung der Gesundheit ihrer Tochter ausgesetzt, was ja an sich schon eine Ausnahmesituation darstellt, aber zusätzlich kommen jetzt natürlich auch wieder Kosten für die anwaltliche Hilfe auf die Familie zu, die sie im Moment nicht selbst tragen kann.

Im Frühjahr hat Familie einen Antrag auf anderweitigen Unterricht gestellt. Dieser wurde Ende August abgelehnt.

Das Verfahren wegen Zuwiderhandlung gegen das Schulpflichtgesetz ist eingestellt worden.

Die bisherigen Anwaltskosten konnten durch den Beitrag der Freilerner-Solidargemeinschaft getragen werden.

Wir danken allen Spendern für Ihren Beitrag.