Alle Beiträge von Karen Kern

9./10.11.2018 Vortrag und Aufbauworkshop Gesprächstraining

Vortrag
„Zielfindung und Strategieerarbeitung für Gespräche“
am Freitag den 9. November 2018, abends

„Ich will nicht mehr zur Schule gehen!“ Wenn Eltern diese Entscheidung ihrer Tochter oder ihres Sohnes ernst nehmen und die Familie sich entschieden hat, in Deutschland dafür einzustehen, dann stehen nach Gesprächen mit der Schule in der Regel auch rasch Gespräche mit verschiedenen weiteren Ämtern an.

Eine gute Vorbereitung solcher Gespräche kann den Ausgang positiv beeinflussen und die Angst nehmen. Karen und Matthias Kern stellen verschiedene Aspekte der Vorbereitung auf Gespräche vor und zeigen Methoden auf, wie Klarheit über das eigene Ziel, den Gesprächsstil, eine Strategie und die Argumente erarbeitet werden können.

Workshop Gesprächstechniken
im Zusammenhang mit selbstbestimmter Bildung ohne Schulbesuch
am Samstag den 10. November 2018, ganztägig

Angekündigte Gespräche in Schule, Schulamt oder Jugendamt lösen oft Gefühle von Ohnmacht und Unterlegenheit aus. In diesen Gesprächen führt dies oft zu Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, gerade in Situationen, in denen der Gesprächspartner vermeintlich die Macht hat. Eine gute Gesprächsvorbereitung hilft, mit Selbstvertrauen in Gespräche zu gehen und das Gespräch zu guten Teilen selbst zu steuern oder mitzubestimmen, so dass das Ziel – die berechtigten Belange des eigenen Sohnes oder der eigenen Tochter – nicht aus den Augen verloren wird.

Übungen zum Umgang mit Emotionen wie Angst und Lampenfieber werden vorgestellt, die helfen, sich vor und während eines Gesprächs nicht von diesen Gefühlen überwältigen lassen. Im Workshop werden sich die Teilnehmer mit den eigenen Zielen und Argumenten auseinandersetzen. Es werden Gesprächstechniken vorgestellt und diese in der Auseinandersetzung mit Argumenten geübt, die einen normalerweise sprachlos machen und/oder in die Rechtfertigung drängen. Im Kontext wird dies dann beim Durchspielen einer möglichst realen Gesprächssituation mit dem Jugendamt mit anschließender Nachbearbeitung erprobt.

Der Workshop ist als Aufbauworkshop für das Basisworkshop Gesprächstraining für Eltern und Jugendliche gedacht, die sich bereits in einer Auseinandersetzung mit Behörden befinden oder sich in absehbarer Zeit einer solchen Situation gegenübersehen. Eine Teilnahme ohne den Besuch am Basisworkshop ist auch möglich.

Ausführliche Informationen und Anmeldung: FSG-Gesprächstraining November 2018

Familie G. aus Sachsen

Familie G. haben wir schon vor drei Jahren unterstützt, fangen aber jetzt eine neue Aktion für sie an. Die Familie hatte 2015 schon eine Bußgeldverhandlung weil eine ältere Tochter und der ältere Sohn seit 2014 die Schule nicht besucht haben. Beide bilden sich seitdem selbstbestimmt von zu Hause aus. Für beide gab es schon ein Bußgeldverfahren, welches in der Verhandlung eingestellt wurde.
Mittlerweile ist auch die jüngsteTochter von Familie G. schulpflichtig geworden. Anfang April sind zwei  Bußgelder gestellt worden, jeweils in Höhe von 400 € für die zwei jüngeren der drei Kinder, die sich von zu Hause aus bilden.
Wir unterstützen die Familie bei den Anwaltskosten für das Bußgeldverfahren. Spenden für die Familie bitte mit dem Stichwort „Spende Familie G. – Sachsen“ auf unser Konto einzahlen.

Familie M. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie M. hatte im Januar ein Strafverfahren, an dessen Schluss der Familie zwei Möglichkeiten zur Wahl gestellt wurden. Die erste Möglichkeit war die Neuaufnahme des Verfahrens, um dann mit weiteren Zeugen das bisherige Geschehen nochmal neu zu überprüfen. Da der Sohn seit Anfang des Schuljahres 2017/18 in eine freie Schule geht, hat sich die Familie für die zweite Möglichkeit entschieden. Das Verfahren wird für sechs Monate ausgesetzt und das Gericht prüft in dieser Zeit den ordnungsgemäßen Schulbesuch.

Ende Februar folgte ein weiteres familiengerichtliches Verfahren, in dem der Mutter das Sorgerecht für ihren Sohn zurück erstattet wurde. Das OLG hob nicht nur den Beschluss des Amtsgerichtes über den Entzug des Sorgerechts auf, sondern entschied auch hinsichtlich der Kosten für beide Verfahren zu ihren Gunsten. Schließlich wurden auch die Bußgeldverfahren eingestellt, da nicht mehrere Verfahren wegen eines Vergehens anhängig sein dürfen.

Familie H. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie H. hatte mittlerweile einen Besuch von Mitarbeitern des Jugendamtes gehabt. Diese wollten die Frage des Kindeswohls durch das Gericht klären lassen und es wurde im April ein Gerichtstermin festgesetzt. Dieser wurde abgesagt, da beide Töchter sich entschieden haben, wieder in die Schule zu gehen. Der Richter will die weitere Entwicklung in der Familie beobachten.

Die Familie hatte für die ältere Tochter einen Antrag auf Befreiung von der Schulpflicht beim Verwaltungsgericht gestellt. Außerdem gab es weitere Bußgeldandrohungen über 300 € für jedes Kind.

Wir sammeln für Familie H., um sie bei den Anwaltskosten zu unterstützen.

Spenden mit dem Stichwort „Spende Familie H. – Mecklenburg-Vorpommern“ auf unser Konto überweisen.

FSG-Sommerfest 2018

In diesem Jahr möchten wir von der Freilerner-Solidargemeinschaft zum ersten Mal ein gemeinsames, vereinsinternes Sommerfest feiern. Es findet statt vom 6. bis zum 8. Juli 2018 in der Kulturherberge Wernershöhe in Niedersachsen.

(Dort fanden auch bereits die ersten beiden Schulfrei-Festivals im Jahr 2013 und 2014 statt.)

http://www.kulturherberge.de

Adresse:

Kulturherberge

Wernershöhe 2

31079 Wrisbergholzen

Am Freitag-Abend ab ca. 19:00 Uhr ist gemeinsames Grillen, Lagerfeuer und Stockbrot backen geplant. Bitte bringt euer eigenes Grillgut und eigene Getränke mit. Zudem wäre es schön, wenn jeder etwas für ein gemeinsames Grillbuffet beisteuern könnte – vielleicht einen Salat, einen Nachtisch, ein paar Stangenbrote oder ähnliches. Grill-Infrastruktur, Kohle und Grillschalen werden vom Verein gestellt. Geschirr gibt es von der Kulturherberge.

Wer mag, kann zum anschließenden Lagerfeuer gern Musikinstrumente – Gitarren, Bongos oder ähnliches – mitbringen.

Samstag tagsüber steht komplett zur freien Verfügung. Ihr könnt euch hier vernetzen, ausschlafen, in der Sonne liegen, Tischtennis spielen, Spazieren gehen, Kickern, Klavier spielen, Einkaufen fahren, beim Kochen fürs Abendessen helfen oder worauf ihr sonst Lust habt.

Am Samstag-Abend wollen wir ab ca. 18:00 Uhr zunächst in einer kleinen Präsentation die Erfolge des vergangenen Jahres vorstellen und von unserer Arbeit berichten. Es wird auch eine Spendenbox aufgestellt, die gern etwas gefüttert werden darf. Danach findet eine Party statt mit ordentlich lauter Musik und mit einem zum Teil vegetarisch/ zum Teil veganen Buffet im italienischen Stil zu dem alle Teilnehmer herzlich eingeladen sind.

Davon abgesehen sorgt jede Familie bitte selbst für Verpflegung und Getränke. Die Kulturherberge ist ein reines Selbstversorgerhaus, dessen Infrastruktur wir nutzen dürfen.

Grundsätzlich sind Übernachtungen in eigenen Zelten und Wohnmobilen (ohne Anschluss-Möglichkeiten) angedacht. Es gibt auch ein paar Schlafplätze im Haus, diese sind aber bereits vollständig reserviert.

Die Kosten pro Nacht und pro Person betragen:

  • 17 Euro im Zimmer für Erwachsene
  • 12 Euro im Zimmer für Kinder ab 4 Jahren
  • 9 Euro für einen Schlafplatz im Gruppenraum
  • 6 Euro bei Übernachtung im eigenen Zelt oder Womo (Kinder unter 4 sind frei)

Bettwäsche kann selbst mitgebracht werden oder für 3 Euro pro Person ausgeliehen werden.

Anmelden könnt ihr euch unter:

veranstaltung@freilerner-solidargemeinschaft.de

Bitte gebt an, mit wie vielen Personen ihr kommt und wie alt ggf. eure Kinder sind.

Die Übernachtungsgebühren überweist ihr bitte noch vorab mit dem Vermerk „Sommerfest“ und eurem Familiennamen auf das Konto der Freilerner-Solidargemeinschaft:

Kontoinhaber: Freilerner-Solidargemeinschaft e.V.

IBAN: DE30830944950003217051

BIC: GENO DE F1 ETK

Kreditinstitut: Ethikbank eG Eisenach

Übrigens: Für das Sommerfest gilt „members only“! Nur Vereins-Mitglieder und deren Partner und Kinder dürfen mit uns gemeinsam feiern. Beitritte bis zum 6. Juli 2018 sind herzlich willkommen und werden selbstverständlich berücksichtigt.

Es darf hierfür gern Werbung gemacht werden.

20.4./21.4.2018 Vortrag und Workshop Gesprächstraining

Vortrag: Herausforderungen auf dem Weg zum Freilernen

am Freitag 20.4.2018, 19 bis 21.30 Uhr

„Ich will nicht mehr zur Schule gehen!“ Nehmen Eltern diesen Satz ernst und unterstützen ihre Tochter oder ihren Sohn bei einem Bildungsweg ohne Schulbesuch, stehen sie vor ungeahnten Herausforderungen, ruft eine solche Entscheidung doch fast unweigerlich Behördenkonflikte hervor, wenn die Familie nicht den Weg ins Ausland wählt.

Karen und Matthias Kern präsentieren in anschaulichen Rollenspiel-Beispielen die Herausforderungen unterschiedlicher Wege in Deutschland, zeigen verschiedene Argumentationsweisen auf und thematisieren den Umgang mit vorhandenen Ängsten.

Workshop: Gesprächstraining

als Vorbereitung auf die Kommunikation und die Auseinandersetzung mit Behörden im Zusammenhang mit selbstbestimmter Bildung ohne Schulbesuch

am Samstag 21.4.2018, 10 bis 17 Uhr

Auseinandersetzungen und Gespräche mit Schul- und Jugendbehörden rufen oft tiefsitzende Ängste wach.
In solchen Situationen kommen häufig Gefühle von Ohnmacht oder Unterlegenheit auf – emotionale Zustände, in denen es nicht einfach ist, sich mit einer klaren Haltung für die berechtigten Belange des eigenen Sohnes oder der eigenen Tochter einzusetzen. Unser Gesprächstraining stellt erste Hilfsmittel vor, um dieser Angst künftig gelassener ins Auge zu schauen und das Vertrauen in die eigene Kompetenz zu stärken.

Der Workshop bietet einen Überblick zu Gesprächsstrategie und Entscheidungsfindung sowie Übungen zum Umgang mit Emotionen wie Angst und Lampenfieber. Im Mittelpunkt steht das Durchspielen und Erproben einer möglichst realen Gesprächssituation mit dem Jugendamt und die anschließende Nachbereitung.

Der Workshop ist gedacht für Eltern und Jugendliche, die sich bereits in einer Auseinandersetzung mit Behörden befinden oder sich in absehbarer Zeit einer solchen Situation gegenübersehen.

Die beiden Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Inhalte des Vortrags im Workshop nicht mehr besprochen werden können.

Weitere Informationen und Anmeldung: FSG-Gesprächstraining April 18

Neue Aktion für Familie H. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie H. ist nach einem Auslandsaufenthalt Ende des Jahres 2016 wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Die ältere Tochter 11 Jahre ging dann etwa ein Jahr zur Schule, wobei die letzten Monate davon mit Schwierigkeiten. Von Seiten der Schule gab es verschiedene Angebote, z.B. weniger Unterricht, welche aber alle nicht halfen. Vonseiten der Familie kam der Vorschlag die Tochter mit der Clonlara Schule zu beschulen und weiterhin mit der Grundschule in Kontakt zu sein. Dies wurde vor kurzem vom Ministerium abgelehnt. Seit November besucht sie die Schule nicht mehr. Auch die jüngere Tochter 7 Jahre, die in der zweiten Klasse war, weigert sich seitdem ebenfalls, weiter in die Schule zu gehen. Jetzt bekam die Familie für jede Tochter einen Bußgeldbescheid über jeweils 150 €.

Vortrag und Workshop Gesprächstraining

Vortrag: Herausforderungen auf dem Weg zum Freilernen

am Samstag 3.3.2018

„Ich will nicht mehr zur Schule gehen!“ Nehmen Eltern diesen Satz ernst und unterstützen ihre Tochter oder ihren Sohn bei einem Bildungsweg ohne Schulbesuch, stehen sie vor ungeahnten Herausforderungen, ruft eine solche Entscheidung doch fast unweigerlich Behördenkonflikte hervor, wenn die Familie nicht den Weg ins Ausland wählt.

Sylvia Müller und Karen Kern präsentieren in anschaulichen Rollenspiel-Beispielen die Herausforderungen unterschiedlicher Wege in Deutschland, zeigen verschiedene Argumentationsweisen auf und thematisieren den Umgang mit vorhandenen Ängsten.

Workshop: Gesprächstraining

als Vorbereitung auf die Kommunikation und die Auseinandersetzung mit Behörden im Zusammenhang mit selbstbestimmter Bildung ohne Schulbesuch

am Sonntag den 4. März 2018

Auseinandersetzungen und Gespräche mit Schul- und Jugendbehörden rufen oft tiefsitzende Ängste wach.
In solchen Situationen kommen häufig Gefühle von Ohnmacht oder Unterlegenheit auf – emotionale Zustände, in denen es nicht einfach ist, sich mit einer klaren Haltung für die berechtigten Belange des eigenen Sohnes oder der eigenen Tochter einzusetzen. Unser Gesprächstraining stellt erste Hilfsmittel vor, um dieser Angst künftig gelassener ins Auge zu schauen und das Vertrauen in die eigene Kompetenz zu stärken.

Der Workshop bietet einen Überblick zu Gesprächsstrategie und Entscheidungsfindung sowie Übungen zum Umgang mit Emotionen wie Angst und Lampenfieber. Im Mittelpunkt steht das Durchspielen und Erproben einer möglichst realen Gesprächssituation mit dem Jugendamt und die anschließende Nachbereitung.

Der Workshop ist gedacht für Eltern und Jugendliche, die sich bereits in einer Auseinandersetzung mit Behörden befinden oder sich in absehbarer Zeit einer solchen Situation gegenübersehen.

Die beiden Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Inhalte des Vortrags im Workshop nicht mehr besprochen werden können.

Weitere Informationen und Anmeldung: FSG-Gesprächstraining Mär18

Aktion für Familie B. aus Thüringen

Familie B.s Kinder 10 und 12 Jahre gehen seit Juli 2016 nicht mehr zur Schule. Die Familie war dabei mit anderen Familien zusammen eine freie Schule zu gründen, die aber nicht die Genehmigung erhielt. Seitdem bilden sich beide Kinder selbstbestimmt von zu Hause aus. Die Familie hatte keine Behördenkontakte bis im November 2017. Da bekamen sie Besuch vom Jugendamt und es wurde innerhalb von ein paar Tagen, ein familiengerichtliches Verfahren in Bezug auf das Sorgerecht eingeleitet. Dieses Verfahren wurde eingestellt. Allerdings muss die Familie die Anwaltskosten tragen. Die Höhe der Anwaltskosten sind allerdings noch nicht bekannt.

Wir unterstützen die Familie bei den Anwaltskosten und bitten um Spenden dafür. Spenden bitte mit dem Stichwort „Spende für Familie B. Thüringen“ auf unser Konto.