Neues von den betroffenen Familien

Bisher haben wir auf diesen Seiten Familien vorgestellt, die von uns im Rahmen einer Aktion aktuell unterstützt werden oder in der Vergangenheit unterstützt worden sind. Zu einer Aktion rufen wir auf, wenn eine Familie in einem Gerichtsverfahren Unterstützung bei den Kosten (z.B. für Anwalt oder ein Gutachten) benötigt.

Da wir zunehmend Anfragen in Bezug auf Unterstützung bekommen und die Vorstellung aller Familien, die wir unterstützen den Rahmen auf dieser Seite (und auch innerhalb unseres Newsletters) sprengen würden, haben wir uns entschlossen, zukünftig auf dieser Seite von exemplarischen Aktionen oder auch Gerichtsurteilen zu berichten, die unsere gesamte Situation voranbringen und einen guten Überblick unserer Arbeit vermitteln.

Generell lässt sich Folgendes sagen:

Familien, die sich an uns wenden, stehen in sehr unterschiedlichen Situationen.

Nicht wenige wenden sich schon vor dem Schuleintritt ihrer Töchter und Söhne an uns, weil

  • sie sich Gedanken über alternative Bildungswege machen und wissen wollen, welche Möglichkeiten es gibt.
  • ihre Tochter oder ihr Sohn schon vor der Einschulung sagt, dass er nicht in die Schule gehen will.

Folgende Fragen bewegen diese Familien:

  • Ist ein Umzug ins Ausland sinnvoll? Wenn ja, wohin?
  • Was passiert, wenn die Familie in Deutschland bleibt? Was kann alles auf die Familie zukommen? Welche Maßnahmen ergreifen die Behörden?
  • Wie kann die Familie argumentieren? Wie kann sie mit den verschiedenen Maßnahmen umgehen?

Die meisten Familien aber wenden sich an uns, wenn es Tochter oder Sohn in der Schule nicht gut geht und sie sich weigern, weiter in die Schule zu gehen. Viele davon stehen am Anfang des Weges aber einige haben auch schon Gerichtsprozesse hinter sich. Zusätzlich zu den obigen Fragen kommen dann noch weitere hinzu:

  • Braucht die Familie einen Anwalt? Wenn ja, welchen kann die FSG empfehlen?
  • Wie kann die Familie in ihrer speziellen Situation am sinnvollsten reagieren?

Familie G. aus Sachsen

Familie G. haben wir schon vor drei Jahren unterstützt, fangen aber jetzt eine neue Aktion für sie an. Die Familie hatte 2015 schon eine Bußgeldverhandlung weil eine ältere Tochter und der ältere Sohn seit 2014 die Schule nicht besucht haben. Beide bilden sich seitdem selbstbestimmt von zu Hause aus. Für beide gab es schon ein Bußgeldverfahren, welches in der Verhandlung eingestellt wurde.
Mittlerweile ist auch die jüngsteTochter von Familie G. schulpflichtig geworden. Anfang April sind zwei  Bußgelder gestellt worden, jeweils in Höhe von 400 € für die zwei jüngeren der drei Kinder, die sich von zu Hause aus bilden.
Wir unterstützen die Familie bei den Anwaltskosten für das Bußgeldverfahren. Spenden für die Familie bitte mit dem Stichwort „Spende Familie G. – Sachsen“ auf unser Konto einzahlen.

Familie M. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie M. hatte im Januar ein Strafverfahren, an dessen Schluss der Familie zwei Möglichkeiten zur Wahl gestellt wurden. Die erste Möglichkeit war die Neuaufnahme des Verfahrens, um dann mit weiteren Zeugen das bisherige Geschehen nochmal neu zu überprüfen. Da der Sohn seit Anfang des Schuljahres 2017/18 in eine freie Schule geht, hat sich die Familie für die zweite Möglichkeit entschieden. Das Verfahren wird für sechs Monate ausgesetzt und das Gericht prüft in dieser Zeit den ordnungsgemäßen Schulbesuch.

Ende Februar folgte ein weiteres familiengerichtliches Verfahren, in dem der Mutter das Sorgerecht für ihren Sohn zurück erstattet wurde. Das OLG hob nicht nur den Beschluss des Amtsgerichtes über den Entzug des Sorgerechts auf, sondern entschied auch hinsichtlich der Kosten für beide Verfahren zu ihren Gunsten. Schließlich wurden auch die Bußgeldverfahren eingestellt, da nicht mehrere Verfahren wegen eines Vergehens anhängig sein dürfen.

Familie H. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie H. hatte mittlerweile einen Besuch von Mitarbeitern des Jugendamtes gehabt. Diese wollten die Frage des Kindeswohls durch das Gericht klären lassen und es wurde im April ein Gerichtstermin festgesetzt. Dieser wurde abgesagt, da beide Töchter sich entschieden haben, wieder in die Schule zu gehen. Der Richter will die weitere Entwicklung in der Familie beobachten.

Die Familie hatte für die ältere Tochter einen Antrag auf Befreiung von der Schulpflicht beim Verwaltungsgericht gestellt. Außerdem gab es weitere Bußgeldandrohungen über 300 € für jedes Kind.

Wir sammeln für Familie H., um sie bei den Anwaltskosten zu unterstützen.

Spenden mit dem Stichwort „Spende Familie H. – Mecklenburg-Vorpommern“ auf unser Konto überweisen.

Neue Aktion für Familie H. aus Mecklenburg-Vorpommern

Familie H. ist nach einem Auslandsaufenthalt Ende des Jahres 2016 wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Die ältere Tochter 11 Jahre ging dann etwa ein Jahr zur Schule, wobei die letzten Monate davon mit Schwierigkeiten. Von Seiten der Schule gab es verschiedene Angebote, z.B. weniger Unterricht, welche aber alle nicht halfen. Vonseiten der Familie kam der Vorschlag die Tochter mit der Clonlara Schule zu beschulen und weiterhin mit der Grundschule in Kontakt zu sein. Dies wurde vor kurzem vom Ministerium abgelehnt. Seit November besucht sie die Schule nicht mehr. Auch die jüngere Tochter 7 Jahre, die in der zweiten Klasse war, weigert sich seitdem ebenfalls, weiter in die Schule zu gehen. Jetzt bekam die Familie für jede Tochter einen Bußgeldbescheid über jeweils 150 €.

Aktion für Familie B. aus Thüringen

Familie B.s Kinder 10 und 12 Jahre gehen seit Juli 2016 nicht mehr zur Schule. Die Familie war dabei mit anderen Familien zusammen eine freie Schule zu gründen, die aber nicht die Genehmigung erhielt. Seitdem bilden sich beide Kinder selbstbestimmt von zu Hause aus. Die Familie hatte keine Behördenkontakte bis im November 2017. Da bekamen sie Besuch vom Jugendamt und es wurde innerhalb von ein paar Tagen, ein familiengerichtliches Verfahren in Bezug auf das Sorgerecht eingeleitet. Dieses Verfahren wurde eingestellt. Allerdings muss die Familie die Anwaltskosten tragen. Die Höhe der Anwaltskosten sind allerdings noch nicht bekannt.

Wir unterstützen die Familie bei den Anwaltskosten und bitten um Spenden dafür. Spenden bitte mit dem Stichwort „Spende für Familie B. Thüringen“ auf unser Konto.

Untertstützung bei Zwangsgeld für Familie B. aus NRW

Familie B. haben wir schon mehrfach unterstützt. Aktuell gab es im November ein Verfahren wegen einem im Frühjahr 2017 verhängten Zwangsgeld von 500 € für jedes Elternteil. Leider muss Familie B. dieses Zwangsgeld bezahlen. Familie B. hat eine eigene Aktion auf ihrer Facebookseite eingerichtet und wir unterstützen die Familie dabei, Spenden für das Zwangsgeld zu sammeln.
Weitere Informationen finden Sie auf der Facebookseite von Familie B.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Zwangsgeld Familie B.“ auf unser Konto.

Aktion für Familie H. aus Thüringen

Familie H. hatte im letzten Jahr ein Bußgeldverfahren, welches eingestellt wurde. Wir hatten damals schon für die Anwaltskosten gesammelt. Nun hat die Familie erst jetzt die Rechnung des Anwalts bekommen und diese ist leider höher als erwartet. Daher starten wir hier eine weitere Aktion für Familie H.
Die Tochter von Familie H. bildet sich seit zwei Jahren selbstbestimmt. In der Schule ging es ihr damals nicht gut, deshalb beschloss sie, nicht mehr dorthin zu gehen.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Spende für Familie H.“ auf unser Konto.

Neue Aktion – Familie W.-L. aus Bayern

Der Sohn F. von Familie W.-L. ist 9 Jahre alt und geht seit März 2017 nicht mehr zur Schule. Aufgrund seiner Erfahrungen dort hat er für sich entschieden, dass die Schule nicht der richtige Ort für ihn ist, um sich zu bilden. Während der Zeit in der Schule zog er sich zurück, wurde reizbar und unausgeglichen. Da er außerdem während der Dauer seines Schulbesuchs psychosomatische Symptome zeigte und die Eltern es ablehnen, ihn mit psychischer oder körperlicher Gewalt in die Schule zu zwingen, respektieren sie seine Entscheidung und unterstützen ihn in seinem Bedürfnis, sich ohne Schule zu bilden. Seitdem sind die psychosomatischen Beschwerden völlig verschwunden und F. hat wieder Zeit und Lust, sich seinen eigenen Interessen zu widmen.

Die Familie hat gerade ein Bußgeldverfahren hinter sich gebracht, bei dem das Bußgeld von jeweils 100€ auf 50€  pro Elternteil heruntergesetzt wurde. Ein weiteres, höheres Bußgeld wurde jedoch bereits angekündigt.

Die Familie steht außerdem mitten in einem familiengerichtlichen Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung, für das die Familie ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben will.

Die bisherigen Kosten für das familiengerichtliche Verfahren konnte die Familie selbst tragen, aber für die weiteren Kosten im Verfahren, für die Unterstützung bei den Kosten für das psychologische Gutachten und für die Anwaltskosten für das Bußgeldverfahren braucht die Familie Unterstützung.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Spende für Familie W.-L.“ auf unser Konto.

Familie S. – Zwangsgeldforderungen

Familie S., der gerade erst das vollständige Sorgerecht zurückgegeben wurde, bekam jetzt die Androhung eines Zwangsgeldes mit je 500 € pro Kind, insgesamt 1.000 €.

Für das Verfahren werden auch Anwaltskosten von mindestens 500 € erwartet.

Familie S. hat eine eigene Aktion auf Facebook eingerichtet, über die ihr jeweils die neuen Informationen über das Verfahren mitgeteilt bekommt.

Spenden für die Familie bitte mit dem Stichwort „Spenden für Familie S.“ auf unser Konto.

Bußgeld für L. Engelbrecht

Bei der Tochter von Familie Engelbrecht, L. Engelbrecht wurde ihm Bußgeldverfahren, die Höhe des Bußgeldes von 85 € auf 80  € runter gesetzt. Von den Verfahrenskosten wurde abgesehen. Da es einen zweiten Verfahrenstermin gegeben hat, wird bei den Anwaltskosten einiges zusammenkommen. Daher sammeln weiterhin für die Anwaltskosten für L. Engelbrecht.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Spenden für L. Engelbrecht“ auf unser Konto.